Dellen fachgerecht rückverformen
Kleine Delle, gleich neues Bauteil? Nicht unbedingt. Mit einem Spotter lassen sich geeignete Karosserieschäden gezielt rückverformen. Entscheidend sind die richtige Beurteilung des Schadens, das Material und eine kontrollierte Arbeitstechnik.
Nicht einfach am tiefsten Punkt ziehen
Beim Rückverformen kommt es nicht auf möglichst hohe Zugkraft an. Stattdessen wird das Blech schrittweise bearbeitet. Als Grundprinzip wird bei geeigneten Schäden von außen nach innen gearbeitet. So lässt sich die Verformung kontrolliert zurückführen, ohne unnötig neue Spannungen oder Verformungen ins Blech einzubringen. Wie genau vorzugehen ist, hängt jedoch immer vom jeweiligen Schaden ab.
Je nach Schadensbild kommen unterschiedliche Zugwerkzeuge und aufschweißbare Elemente zum Einsatz. Auch Dellenheber oder Zughammer ermöglichen eine gezielte Bearbeitung. Dabei gilt: Mehrere kleine Korrekturen sind in der Regel besser kontrollierbar als wenige kräftige Züge.


Material und Herstellervorgaben entscheiden
Bevor der Spotter angesetzt wird, muss klar sein, welches Material und welches Bauteil bearbeitet werden. Moderne Karosserien bestehen aus unterschiedlichen Stahlgüten, Aluminium und teilweise hoch belasteten Strukturbauteilen. Nicht überall sind Anschweißen, Wärmeeintrag oder Rückverformen zulässig. Deshalb gehören die Reparaturvorgaben des Fahrzeugherstellers vor Beginn der Arbeiten auf den Tisch. Auch ein fachgerechter Wiederaufbau des Korrosionsschutzes muss berücksichtigt werden.