Viele Werkstätten diagnostizieren noch ohne direkten Zugriff auf Herstellerportale. Bei modernen Fahrzeugen wird das jedoch zunehmend schwieriger. Codierungen, Softwarestände und fahrzeugspezifische Anpassungen sind häufig nur über die herstellereigene OEM-Software verfügbar, die kostenpflichtig über diese Portale genutzt werden kann.
Besonders beim Austausch von Steuergeräten zeigt sich der Vorteil deutlich. Ohne den softwarebasierten OEM-Zugriff fehlen oft fahrzeugspezifische Codierungen. Funktionen bleiben eingeschränkt oder neue Fehler entstehen. Mit dem passenden Softwarezugang erfolgt die Anpassung dagegen meist innerhalb weniger Minuten.
Auch bei ADAS-Kalibrierungen sparen Herstellerportale Zeit. Nach Arbeiten an Stoßfänger, Windschutzscheibe oder Fahrwerk sind genaue Bedingungen erforderlich. Werkstätten nutzen das Herstellerportal hierbei als Zugang zu kostenpflichtigen Informationsportalen, um alle fahrzeugspezifischen Vorgaben exakt abzurufen. Das sorgt für fehlerfreie Abläufe und vermeidet zeitaufwendige Mehrfachkalibrierungen.
Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei sporadischen Fehlern. Viele Probleme sind auf bekannte Softwarethemen zurückzuführen. Technische Serviceinformationen aus den Herstellerportalen führen gezielt zur Ursache und verhindern unnötigen Teiletausch.
In der Praxis berichten Werkstätten häufig von 30 bis 120 Minuten Zeitersparnis pro Diagnosefall. Besonders bei Fahrzeugen ab etwa Baujahr 2016 werden Herstellerportale deshalb zunehmend zum wichtigen Diagnosewerkzeug im Werkstattalltag.
Fazit
Herstellerportale helfen, schneller zur Ursache zu kommen, unnötigen Teiletausch zu vermeiden und Diagnosezeiten deutlich zu reduzieren. Je moderner das Fahrzeug, desto größer wird der Vorteil im Werkstattalltag.